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Fliehende~Worte~
Es ist seltsam...
auf einmal unmittelbar so melancholisch zu sein... Ich will das nicht, das macht mich traurig. Ich möchte grade lieber lachen.
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Fragen?
Wie ist es? Wie ist es sich zu ritzen? Zu schneiden? Die Haut aufzutrennen? Das eigene Blut fließen zu sehen? Es zu genießen? Mehr zu wollen? Abermals zu schneiden? Zu fühlen wie das Verlangen immer weiter wächst? Einfach nicht aufhört? Wieder zu schneiden? Und wieder. Und wieder. In Rage zu geraten? Nicht mehr aufhören zu wollen? Immer weiter zu machen? Immer noch einen mehr. Und dann vielleicht noch einen. Und noch einen.
Und wie ist es? Wunden zu haben? Narben zu bekommen? Aufhören zu wollen? Neue Wunden zu bekommen? Und neue Narben zu sehen? Weiter zu machen? Und aufhören zu wollen. Die Klinge wegzuschmeißen? Und wiederzuholen? Und wieder wegzuschmeißen? Und eine neue zu holen? Auch die wegzuschmeißen? Sich schwören es nie, nie wieder zu tun. Es sein zu lassen?
Und wie ist es? Auf einmal ein Erlebnis zu haben? Oder einen Gedanken? Oder nur ein bloßes Gefühl? Das falsch ist. Dann wieder etwas zu nehmen? Dann wieder ein wenig zu viel zu schneiden? Wunden zu bekommen? Narben zu behalten? Für immer? Und ewig? Zu denken, dass es jetzt sowieso egal ist? Sind ja eh schon so viele Narben da. Macht da eine mehr etwas aus? Ja? Nein? Bist du nicht eh schon entstellt? Hässlich? Schäbig? Und bist du es nicht selber schuld? Du warst es. Die Schuld fühlen? Häufig. Trotzdem weiter machen? Genauso häufig.
Und wie ist es? Irgendwann den letzten Schnitt getan zu haben? Es nicht mehr wieder zu tun? Eine Woche? Einen Monat? Oder ein Jahr? Und trotzdem daran denken zu müssen? Und nicht darüber zu reden? Zu denken es ist albern? Verjährt? Kann Schmerz verjähren? Können Narben es? Oder Gedanken? Gefühle? Sind denn überhaupt welche da? Bist du nicht mehr wie ein Stein? Kalt und gefühllos? Und stumpf? Sind die Tränen nicht dumpf und ohne Hintergrund? Rein oberflächlich? Oder gehen sie zu tief?
Und wie ist es? Darüber zu schreiben? Endlose Zeilen? Immer noch eine mehr? Und nicht aufhören zu wollen? Daran zu denken es zu zeigen? Daran zu denken es zu lassen? Vertrauen? Es vielleicht gar nicht zu können? Nicht zu wissen wieso? Keine Lösung zu finden? Im Kreis zu denken? Und aufzuhören zu schreiben?
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Halt mich.
Halt mich, halt mich. Halt mich fest. Aber nicht zu fest. Lass mich, lass mich. Lass mich atmen. Aber nicht zu lang. Küss mich, küss mich. Küss mich sanft. Aber nicht zu zaghaft. Lieb mich, lieb mich. Lieb mich ganz. Für immer. Bleib bei mir.
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ICH WILL!
Ich will! Was willst du mein Kind? Ich WILL! Ja aber was denn? Ich...ich weiß nicht. Du weißt es nicht? Ich weiß es nicht. Und was gedenkst du zu tun, mein Kind?
Ich wills wissen! Was willst du wissen? Was ich will! Du willst wissen was du willst? Ja. Du willst? Ich will!
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Ausdruck.
Jeder will ausdrücken. Sich selber darstellen. Sagen was in ihm vorgeht. Mit Worten. Gestik. Mimik.
Doch wie, sag mir wie drücke ich die Leere in mir aus?
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